Neue Vorwürfe gegen Westerwelle
Neue Vorwürfe gegen Westerwelle
Bundesaußenminister und FDP-Chef Guido Westerwelle gerät wegen seiner umstrittenen Einladungspraxis für Auslandsreisen weiter unter Druck. Einem Bericht des Nachrichtenmagazins “Der Spiegel” zufolge gehörte der enge Westerwelle-Mitarbeiter und Chef der Arbeitseinheit “06 Koordinierung” im Außenamt, Jörg Arntz, bis vor kurzem noch der Schweizer Firmengruppe Mountain Partners an.
Deren Gründer Cornelius Boersch wiederum, der der FDP in den vergangenen Jahren mehr als 160.000 Euro gespendet hat, zählte wiederholt zu Westerwelles Reisetross. So begleitete Boersch, der auch Geschäftsbeziehungen mit Westerwelles Bruder Kai unterhält, den Minister dieses Jahr bereits nach China und in den Mittleren Osten. Bei beiden Reisen war dem Bericht zufolge auch Arntz dabei. Zu den Aufgaben des 34-Jährigen gehört laut “Spiegel” die Koordinierung der Außenwirtschaftsförderung.
Arntz früher Westerwelles Assistent
Laut Schweizer Handelsregister-Unterlagen fungierte Arntz noch bis zum vergangenen Jahr als Verwaltungsrat in der von Boersch gegründeten Firma Mountain Super Angel AG in der Schweiz. Zuvor war er als persönlicher Assistent des FDP-Chefs tätig und führte laut “Spiegel” auch zeitweise die Geschäfte des FDP-nahen “Bürgerfonds”, der Spenden für die Liberalen sammelt. Nach der Bundestagswahl 2009 verließ Arntz die Mountain Super Angel AG und wechselte Ende Oktober ins Außenministerium.







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